Frühes Lernen

Kleine Lerngenies

Warum sind Kinder prädestiniert fürs Lernen?

Seit den 90er Jahren befasst sich die Wissenschaft immer intensiver mit dem Thema Kinder und Lernen. So wurde entdeckt, dass frühkindliche Erfahrungen unser Gehirn formen wie Plastilin. 
Die Leistungsfähigkeit der neuronalen Verknüpfungen hängt von der Qualität und Menge der Inputs während bestimmter sensibler Entwicklungsphasen (sog. Lernfenster) im Kindesalter ab. 
In jeder dieser Phasen lernen Kinder bestimmte Fähigkeiten besonders schnell: Bewegungen, Sehen, Musik, logisches Denken, Sprache und Emotionen. Das kindliche Verarbeitungssystem nimmt nur die Informationen, die es gerade gebrauchen kann. So besteht kaum Gefahr, ein Kind mit Informationen zu überfordern. (Quelle: Focus 10/1996).

Warum schon früh lernen?

Warum sollten schon Kleinkinder eine Fremdsprache lernen?

Kleine Kinder sind vom Gehirnaufbau und ihren Anlagen her geradezu dafür prädestiniert, eine Fremdsprache zu erlernen. Die Fremdsprache fördert die Gaumenbildung, die Aussprache und grammatikalische Strukturen, die intuitiv erfasst werden. Das Lernen in der Gruppe kommt dem Sozialverhalten zugute und die spielerische Art und Weise des Unterrichts mit viel Spaß steigert generell die Motivation zum Lernen.

Das Lernfenster für Sprachen ist von der Geburt bis zum Alter von etwa 10 Jahren am empfänglichsten, danach nimmt die Fähigkeit eine Sprache mit Leichtigkeit zu lernen, zunehmend ab. (Quelle: Focus 10/1996).

Train your brain

Langjährige Studien amerikanischer Hirnforscher haben ergeben, dass das frühzeitige Erlernen einer weiteren Sprache deshalb so erfolgreich ist, weil bis zum Alter von ca. 7 Jahren beide (oder mehrere) Sprachen, die in diesen jungen Jahren erlernt werden, in derselben Hirnregion gespeichert werden. Später wird für jede erlernte Sprache ein eigenes sog. neuronales Netz gebildet, was ein Hin- und Herschalten (Übersetzen) zwischen den einzelnen Netzen erfordert – also eine zusätzliche Schwierigkeit.

Jedes Kind ist von Geburt an ein Sprachgenie

Kleine Kinder erwerben eine zweite Sprache in der gleichen Mühelosigkeit wie die erste. Kinder können mehrere Sprachen gleichzeitig erwerben. Der Mensch ist auf Mehrsprachigkeit ausgelegt, nicht auf Einsprachigkeit. Der Kontakt zu einer zweiten Sprache in frühem Alter tut gut, fördert die geistige Entwicklung und hilft dem Kind sogar, die Muttersprache gut zu entwickeln. Dies liegt daran, dass die Fähigkeiten, die für Spracherwerb benötigt werden, beiden Sprachen zugute kommen.
Eine zweite Sprache fördert grundsätzlich die kognitive (geistige) Entwicklung des Kindes. (Quelle: Verein für Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen e.V.- 11/2004)

Der Verlauf des Sprachenlernens

Wie lernen Kinder eine Sprache?

Sprachen lernt man, indem man sich in der anderen Sprache bewegt, in der anderen Sprache lebt und förmlich in sie eintaucht. Kinder lernen jedoch anders als Erwachsene und Jugendliche. Bis zum Alter von ca. 8 bis 10 Jahren lernen sie mehr intuitiv und erfahren eine Sprache primär durch das Hören. So ist ein wichtiger Grundstein dabei das Muttersprachler-Prinzip, d.h. die Kinder hören während des Kurses nur die Fremdsprache. Durch dieses Sprachbad (Immersion) entwickeln die Kleinen ein Gehör für die Fremdsprache: Sie erkennen die Sprachmelodie und erfassen den Sinn des Gehörten. Die Sprache wird regelrecht “begriffen”.

Sprachwissenschaftler gehen heute davon aus, dass eine zweite Sprache genauso erlernt wird wie die Muttersprache. So fällt darunter auch die so genannte “silent period”, d.h. eine Phase, in der die neuen fremdsprachlichen Wörter aufgenommen und auch verstanden werden, aber noch kein eigenes Sprechen erfolgt. Viele Erwachsenen kennen das aus dem eigenen Fremdsprachenerwerb – das aktive Sprechen erfolgt erst viel später, zuerst kommt das Hören, Begreifen und Abspeichern der neuen Begriffe. 
Und da jedes Kind eine eigene Lerngeschwindigkeit hat, fängt auch hier das eine früher, das andere später an zu sprechen. Aber beide Kinder, auch das Kind, das erst spät spricht, lernen viel durch Zuhören und Beobachten.

So macht es Ihrem Kind Spaß

Wann macht Kindern Lernen Spaß?

Kinder lernen gern und mit Begeisterung, wenn man sich spielerisch auf sie einlässt. Lernen erfolgt durch Wiederholen, wobei Motivation und Spaß hierbei eine große Rolle spielen. Der Ablauf der Kursstunden wird durch das Einhalten bestimmter Rahmenbedingungen wie Rituale (Begrüßungs- und Abschiedssong) und regelmäßige Abläufe (Wiederholung, neue Themen usw.) bestimmt, die den Kindern Sicherheit geben.

Neue Begriffe werden in Form von Wortfeldern eingeführt, die den Interessen der Kinder entsprechen. Bereits bekannte Begriffe tauchen bei uns immer wieder in “neuer Verpackun” auf, damit erst gar keine Langeweile aufkommt. Wir stimmen den Unterricht mit viel Abwechslung durch Bewegung, Musik, Rhythmik, Malen, Basteln, Spielen und kleine Geschichten auf die Vorlieben und Konzentrationsfähigkeit der Kinder ab. 
Ihr Kind lernt die Sprache ungezwungen und mit allen Sinnen, so wie es einst seine Muttersprache erlernt hat. So haben die Kinder einen mühelosen, spielerischen Einstieg und lernen beinahe nebenher eine neue Sprache.